KREISKUNST

Blickwechsel

Der Mann, ein Hut sein Zeichen Sein gewaltig lautloser Schritt Trug ihn durch dunkelbunte Gassen Auferstanden von seinen Leichen Zwei Leben, ein Schnitt Die Frau, wehenden Mantels fallen Ihre zarten Sohlen klackernd in Stein Ihre Wein gereiften Augen gleichen Quallen Aus ihnen spricht: Alles Fassade, alles nur Schein Oh harter Herbst, dein weiches Wehen Beschließt die Hitze, ordnet neu für Eis Alles dreht sich – Was wird geschehen? Kontraste binden sich, bunte Blätter schimmern leis Dein im Prisma gebrochen- Es Wissen weiß ich noch nicht Doch hör mein bitterzartes Flehen: Bring mir zurück, in diesen dunkelbunten Zeiten Mein strahlendes Leuchten, mein klares Licht! An jenem Abend, in jener Gasse Begegnen sich Mann und Frau, beide Fanden ihr ruhend Wasser, hüten streng ihr Feuer Doch ein Blick zwischen Wächtern genügt... Ein Blick, der Leidenschaft entzündet Ein Flackern, das Sturm verkündet Funken wehen um im Blättermehr Lodernd jagt die Flamme Wind vor sich her Kreaturen im Schatten lauschen Wie tosendes Rauschen entbrennt Wie Wind, wie Feuer ihr Leuchten tauschen Und sich Kind zum Vater bekennt?


///  W E B S I T E   U N D E R   C O N S T R U C T I O N  ///