KREISKUNST

Der Traum vom verblutenden Phönix

Ein Schattenspiel

Das Dunkel ist da, du musst ES nur sehen Das Feuer brennt, ES wird geschehen Der Asche entsteigt Eine Puppe, nicht tot Doch lebendig nicht mehr Durch mich wird sie rot ES hat mich ergriffen – im Griff hat ES mich Ich bin ES selbst doch ich sehe nur Dich ES ist der Sandmann mit seinem Wetterglas An dem ich mich im Brennpunkt meiner Seele schnitt ES ist der Professor mit seinem Spaß An dem ich im Brennpunkt meiner Seele litt Ich bin das Prisma das Mondlicht bricht Ich belebe den Tod und töte das Leben Blind bin ich seh nicht mehr dein klares Sonnenlicht Aus meinen Adern tropft wilder Saft der Reben Das tote Ding nimmt meinen Lebenssaft Warum lässt er dich kalt? Ich gebe und ES gibt mir Kraft Warum bist du nicht in meiner Gewalt? Zu nah ist ES, das Ding, die Puppe Zu fern bist Du, die Klare, die Kluge Die Geschichte vom Es und Du bleibt eine Legende Doch Dir, Leser, ist klar, sie hat ein dunkles Ende Wer hofft, dass er auf ES einen Blick erhasche Wer glaubt, dass er seine Hände in Unschuld wasche Wer ES, sich selbst, das Dunkle nicht erkennt und Je härter ES brennt Desto schneller wird er Selbst zu Asche.


///  W E B S I T E   U N D E R   C O N S T R U C T I O N  ///